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Für die Fahrgäste der Lautertalbahn ist Land in Sicht

Verspätungsträchtige Langsamfahrstelle soll in dieser Woche entschärft werden - Auftrag für elektronisches Stellwerk vergeben
Von unserem Redakteur Eckhard Buddruss KAISERSLAUTERN. Auf der Lautertalbahn wird eine verspätungsträchtige Langsamfahrstelle, die in den vergangenen Wochen für Ärger gesorgt hat, bis zum Donnerstag entschärft. Der Auftrag für ein elektronisches Stellwerk, mit dem die Signaltechnik auf der Strecke von Kaiserslautern nach Lauterecken grundlegend modernisiert werden soll, ist inzwischen vergeben worden.

Auf der Lautertalbahn gibt es derzeit drei Langsamfahrstellen. Zwei kleinere, bei denen die Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 40 Kilometer pro Stunde herabgesetzt wurde, fallen weniger ins Gewicht; gravierend ist dagegen ein Stück von rund einem Kilometer Länge zwischen Olsbrücken und Kreimbach -Kaulbach, das nur mit Tempo 20 (statt sonst mit Tempo 50) befahrbar ist. Dadurch ergeben sich im nachmittäglichen Berufsverkehr, wenn der stündliche Grundtakt durch einen Zusatzzug verdichtet wird, teilweise erhebliche Verspätungen. Grund für die Langsamfahrstelle ist nach Angaben eines Sprechers der Deutschen Bahn (DB), dass in diesem Jahr eigentlich fällige Arbeiten auf einem Stück, bei dem die Schienen noch nicht lückenlos geschweißt sind, „wegen knapper Ressourcen" verschoben wurden.

Günter Winnes, der Leiter des Regionalnetzes Pfalz in Neustadt, zu dem die Lautertalbahn gehört, sagte der RHEINPFALZ, das marode Gleis könne erst im März grundlegend erneuert werden. Ab heute sei jedoch eine provisorische Sofortmaßnahme geplant, die es erlaubt, die große Langsamfahrstelle bei Olsbrücken ab Donnerstag mit Tempo 40 zu befahren. Dadurch ließen sich die Verspätungen soweit reduzieren, dass der Fahrplan weitgehend eingehalten werden kann.

Der Auftrag für ein elektronisches Stellwerk, das die veraltete und personalintensive Signaltechnik auf der Strecke durchgreifend modernisiert, wurde inzwischen vergeben. Das Stellwerk, das von Neustadt aus bedient wird, soll im kommenden November in Betrieb gehen.

Die signaltechnische Modernisierung der Lautertalbahn hatte sich immer wieder verzögert. Lange Zeit war kaum etwas in die Strecke investiert worden, weil die Bundesbahn sie stilllegen wollte; dann war hier das Pilotprojekt für den so genannten funkbasierten Fahrbetrieb geplant. Diese Technik erwies sich jedoch als nicht praxistauglich und wurde schließlich wegen gravierender Probleme aufgegeben.

Das neue Stellwerk bringt nicht nur einen erheblichen Rationalisierungseffekt, sondern erlaubt auch eine abschnittsweise Anhebung der Streckenhöchstgeschwindigkeit. Wenn die Fahrzeit um rund 10 Minuten verkürzt werden kann, ist die Reisegeschwindigkeit auf der Strecke zwar immer noch nicht brillant, aber ihre Zukunftsperspektiven verbessern sich dennoch erheblich. Schon die Einführung des Rheinland-Pfalz-Takts hat zu einer deutlichen Steigerung der Fahrgastzahlen geführt. Erhebliche Impulse dürfte die für 2006 geplante Integration der Lautertalbahn in den VRN-Tarif bringen. Dann haben auf der landschaftlich reizvollen Strecke alle Inhaber von VRN-Gesamtnetztickets wie Karte ab 60, Job-Ticket und Rhein-Neckar-Ticket freie Fahrt. Zu einem beliebten Ziel für Wanderer könnte sich vor allem die landschaftlich besonders schöne Ecke rund um Wolfstein entwickeln, die derzeit noch eine Art Geheimtipp ist.

Die Lautertalbahn gehört zum Westpfalz-Netz, dessen Betrieb als nächstes in der Pfalz europaweit ausgeschrieben wird. Das Unternehmen, das dabei den Zuschlag erhält, soll den Betrieb im Dezember 2008 aufnehmen. Ihre Bewerbung um den Auftrag angekündigt haben bisher schon die DB-Nahverkehrssparte DB Regio und Transregio, das Unternehmen, das bereits den Betrieb auf der Strecke Kaiserslautern-Kusel führt. Transregio demonstrierte sein Interesse an der Lautertalbahn vor gut einem Jahr durch einen Sonderzug nach Lauterecken anlässlich des 120. Geburtstags der Strecke. Die frühere Tochter der Düsseldorfer Rheinbahn gehört nun mehrheitlich den französischen Unternehmen Transdev und RATP. Letztere ist vor allem als Betreiberin der Pariser Metro bekannt. Kommentar

DAUSCHK / DAUSCHK
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Westricher Rundschau
Datum: Nr.297
Datum: Dienstag, den 21. Dezember 2004
Seite: Nr.4
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

eingestellt : 21.12.2004

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