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Wieder Lust auf Heimat machen

kreimbach-kaulbach: Bei Aktion „Dorf-Leben” möbeln ein Wochenende lang 17 Mädchen und Jungen die Gemeinde auf

„Dorf-Leben” - das große Banner am Ortseingang von Kreimbach-Kaulbach verwundert zunächst. Denn viel los ist am Samstagvormittag im leichten Nieselregen dort nicht gerade. Hier kehrt eine Frau die Straße, dort hackt ein Mann Holz. Der Schein trügt. Im Hintergrund sind die Teilnehmer des Projektes der Evangelischen Jugend schon schwer aktiv.

17 Mädchen und Jungen von 14 bis 23 Jahren aus den Dekanaten Lauterecken, Otterbach und Rockenhausen sind am Wochenende nach Kreimbach-Kaulbach gekommen, um den 800-Seelen-Ort „aufzumöbeln”. Ihr Plan: die Grillhütte hoch oberhalb des Dorfes herzurichten. „Der Bau ist vor 14 Jahren aufgezogen, dann aber nie fertig gestellt worden”, erzählt der erste Beigeordnete Karl Barthel. Die Fassade soll einen Anstrich erhalten, zudem soll der Wald ringsherum entmüllt werden.

Mit von der Partie sind die drei hauptamtlichen Mitarbeiter der beiden evangelischen Jugendzentralen Heidrun Krauß, Eva Hertel und Matthias Klein. Gemeinsame Aktivitäten machen „Dorf-Leben” aus, erläutert Krauß. Beteiligt sind daher auch Vereine wie der Tischtennisverein, die Landfrauen und der Frauenchor, Schützen und Feuerwehr. Kirchengemeinde, Ortsgemeinderat und Dorfbewohner aller Generationen sind zum Mitmachen eingeladen.

Aus dem Steinbruch Olsbrücken wurde ein zweieinhalb Tonnen schwerer Sandstein angekarrt. Die beiden Steinmetze Gunther Hesch und Kevin Weismann versehen den Koloss mit Inschrift und Verzierung. „Wir wollen hier auch noch einen Birnbaum setzen”, kündigt der Beigeordnete an.

Nach dem Auftakt im vergangenen September im nordpfälzischen Katzenbach ist Kreimbach-Kaulbach die zweite Station des Jugend-Projektes. Es wurde im Herbst im Gemeinderat vorgestellt, habe jedoch eine längere, durchaus auch mit Zweifeln versehene Anlaufzeit benötigt, schildert Barthel. Bei „Dorf-Leben” sind die Jugendlichen in Gastfamilien untergebracht und bieten für Kost und Logis zusätzlich zur Gemeinschaftsaktion auch einen Vormittag ihre Dienste beispielsweise beim Holzhacken, bei der Gartenarbeit oder bei der Hausaufgabenhilfe an.

Die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen hat sich nach einer Analyse der Evangelischen Jugend in den vergangenen Jahren verändert. Danach bildeten Dörfer immer weniger den Lebensmittelpunkt für Kinder und junge Erwachsene. Die Konsequenz heißt oft Landfrust statt Landlust. Mit dem Projekt soll das Heimatgefühl aller Generationen aktiviert und die Kommunikation untereinander anregt werden.

Rund 5000 Euro kostet die Aktion, die zum überwiegenden Teil durch das Programm „Toleranz fördern - Kompetenz stärken” des Familienministeriums gefördert wird. Im vergangenen Jahr erhielt die Evangelische Jugend für die Aktion in Katzenbach den Jugendprojektpreis der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Jugend in Höhe von 3000 Euro, berichtet Krauß nicht ohne Stolz.

Nach getaner Arbeit standen am Samstagabend ein Spielfest und die Einweihung der Grillhütte mit Lagerfeuer und Musik auf dem Programm. Rund 100 Besucher sind der Einladung dorthin gefolgt. Bis in die Nacht wurde bei toller Stimmung gefeiert und erzählt, berichtete Heidrun Krauß. Die Veranstalter zogen gestern eine positive Bilanz: „Es war richtig gut”, lautete das Fazit der Mitarbeiter, kurz nachdem „Dorf-Leben” mit einem Gottesdienst im Bürgerhaus zu Ende gegangen war. Die Fortsetzung in einem anderen Ort ist für kommendes Jahr geplant. (suca)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Westricher Rundschau
Ausgabe: Nr.128
Datum: Montag, den 04. Juni 2012
Seite: Nr.19
"Deep-Link"-Referenznummer: '9055033'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

eingestellt : 05.06.2012

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