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„Wie ein Zwerg neben einem Dinosaurier"

Kreimbach-Kaulbach: Riesige Bagger und Laster kommen im Steinbruch zum Einsatz - „Sicherheit wird bei uns groß geschrieben"

Beeindruckende Dimensionen: Meterhohe Steinwände, tonnenschwere Muldenkipper, körpergroße Baggerreifen und gigantische Stahlkugeln veranlassen zum Staunen. Eindrücke aus dem Steinbruch in Kreimbach-Kaulbach:

Wie echte Arbeiter im Steinbruch: „Sicherheit wird bei uns ganz groß geschrieben", erklärten uns Betriebsleiter Joachim Theisinger und sein Stellvertreter Axel Schwanz. „Unfälle sollen möglichst vermieden werden." Ein bisschen kamen wir uns so vor, als wären auch wir für einen Tag echte Arbeiter im Steinbruch. Die Schutzkleidung gab uns ein sicheres Gefühl für unser Vorhaben.

Jessica Henn, Jennifer Fachenbach, Pascal Janzen

Einfach weg gesprengt: „Die Bohrungen zur Sprengung werden heutzutage von einer Fremdfirma durchgeführt", erklärte uns Theisinger am Fuße einer riesigen Felswand. Oben an der Abbruchkante konnten wir von unten aus zwar das Bohrfahrzeug sehen, doch sein Geräusch wurde durch den Lärm der anderen Maschinen und der aufeinander krachenden Steine übertönt. Für das Sprengen selbst gibt es mittlerweile feste Sprengzeiten je nach Bedarf. In die Bohrlöcher kommen dann Plastikzündpatronen, die sogar ganze Wandflächen einfach wegsprengen. Unten am Hang liegen dann lauter riesige abgesprengte Felsbrocken.

Lara Forster

Erstaunlich große Fahrzeuge: Wenn man sie von weitem sieht, denkt man, sie sind klein, doch in Wirklichkeit sind die Bagger riesig. Ein Reifen ist schon viel größer als man selbst. Sie kamen uns sogar größer vor als unsere Lehrerin. „Ich fühle mich wie ein Zwerg neben einem Dinosaurier", staunte Fabian, „so groß habe ich mir diese Fahrzeuge nicht vorgestellt". Außerdem sind sie unglaublich stark. Ohne Probleme können sie eine sechs Tonnen schwere Stahlkugel hochheben, um damit große abgesprengte Steine zu zertrümmern. „Die Erschütterung beim Aufprall ging mir durch und durch", bemerkte Jessica. Die zerkleinerten Steine werden dann auf einen Schwerlastkraftwagen (Skw) geladen, der die Steine ins so genannte Brechwerk transportiert. Ein Skw kann bis zu sieben Tonnen aufladen.

Maximilian Martin, Niklas Hönes,

Fabian Deubel, Jessica Henn

Warten auf grünes Licht: Zunächst stand die Ampel am Brechwerk auf Orange. „Scheinbar hat sich ein großer Stein eingeklemmt", vermutete Theisinger und schaute in den Trichter hinunter. Der Muldenkipper konnte sein vorgebrochenes Material zunächst nicht in den gigantischen Trichter abladen. Wie im Straßenverkehr musste der Fahrer erst auf Grün warten. Schon nach ein paar Minuten war die Störung beseitigt und so konnten wir miterleben, wie die Steine in die Tiefe krachten, um im Brechwerk dann weiter zerkleinert zu werden.

Christoph Keller, Adem Mergja,

Maurice Hohlfeld, Tobias Meurisch

Riesige Silos, lange Förderbänder: Lange Transportbänder bringen die zerkleinerten Steine zu riesigen Silos, wo sie gelagert werden. In einem Silo haben immer zwei verschiedene Sorten von Steinen Platz. Diese werden von verschiedenen Förderbändern zur Verladestation gebracht. Man kann auch verschiedene Sorten mischen, ganz wie es der Kunde wünscht. Bevor ein Silo überläuft, fahren die Arbeiter das Material mit Lastwagen auf so genannte Halden. Dort wird es gelagert oder verladen.

Pascal Janzen

Vor und Stopp: In der Verladung muss man sich gut auskennen mit den vielen Hebeln, Knöpfen, Schaltern und Anzeigetafeln. Hier sieht man genau, wie viel Tonnen Material noch in den einzelnen Silos sind. Von hier aus werden die Steine auch direkt an den Kunden verladen. Man sollte aber bedenken, dass man den richtigen Knopf drückt, denn sonst bekommt der Kunde falsche Steine. Mit Hilfe eines großen Rüssels wird das bestellte Material auf die Ladefläche des Lastwagens geschüttet. Dabei muss man darauf achten, dass der Lastwagen nicht überladen wird. Damit es nicht so sehr staubt, mischt man Wasser dazu. Über eine Sprechanlage gibt der Steinbruchmitarbeiter dem Fahrer Anweisungen: „Vor und Stopp! Vor und Stopp!" Das macht er, damit die Ladung gleichmäßig auf der Ladefläche verteilt wird.

Christoph Keller, Oliver Hoffmann,

Lukas Kreft, Maraike Borger

Wie eine Waage für Elefanten: Der voll beladene Lkw muss zum Schluss noch einmal zum Eingang des Steinbruchs zurück, wo er zum zweiten Mal gewogen wird. Bei der Einfahrt in den Steinbruch wurde er nämlich schon einmal leer gewogen. Zieht man sein Leergewicht dann ab, weiß man, wie viel Material er in seiner Ladefläche hat. Auf der riesigen Waage könnte man bestimmt auch Elefanten wiegen.

Johannes Oßwald, Jan-Pascal Sutter

Berufswunsch Lastwagen- oder Baggerfahrer: Im Steinbruch arbeiten zurzeit 17 Beschäftigte, überwiegend Handwerker oder Kraftfahrer mit einer Handwerksausbildung oder auch Kraftfahrzeugschlosser und Hilfsarbeiter, die von anderen angeleitet werden. „Solche großen Fahrzeuge zu bewegen und enorm schwere Lasten transportieren zu können, finde ich faszinierend und interessant", sagt Tobias begeistert. „Unser Berufswunsch für später ist Schwerlastkraftwagenfahrer oder Baggerfahrer", sind sich auch Maximilian und Maurice einig.

Tobias Meurisch, Maurice Hohlfeld,

Maximilian Martin

Auf den Spuren des Urgroßvaters: Die Gesteinsart im Kreimbach-Kaulbacher Steinbruch nennt sich Diorit. Die Steine werden hauptsächlich für den Straßenbau verwendet. Hier findet man sie zum Beispiel im Straßenunterbau, in Splittgemischen, aber auch im Asphalt und im Beton. Früher wurden auch Pflastersteine hergestellt. Dafür gab es zwei Berufe, den Knüppelschläger und den Abrichter. Die Knüppelschläger hatten einen großen Hammer und schlugen Steine aus der Wand und zerteilten sie mit einem Keil. Der Abrichter bearbeitete die vorgeschlagenen Steine dann weiter zu verschieden großen Pflastersteinen. Das war alles harte Handarbeit. Heute ist das den meisten Leuten viel zu teuer. Deshalb gebe es kaum noch Menschen, die dieses Handwerk beherrschen, war beim Besuch im Steinbruch zu erfahren. „Mein Urgroßvater war auch Abrichter im Steinbruch", bemerkte Lara stolz.

Lara Forster, Lukas Kreft,

Jan Pascal Sutter

Von Kaulen zu Kaulbach: Der Berg, an dem die ersten Steine entdeckt wurden, heißt Kreimberg. Früher gab es dort auch einen Bach, der durch den Steinbruch floss. Durch die Kraft des Wassers wurden verschiedene Steine immer weiter mitgeschleppt. Man nannte diese abgerundeten Steine Kaulen. So wurde aus dem Kreimberg mit einem Bach voll Kaulen dann Kreimbach-Kaulbach, wo viele Kinder aus unserer Klasse wohnen. Den Namen unseres Heimatortes verdanken wir also irgendwie auch diesem Steinbruch.

Jennifer Fachenbach,

Jan Pascal Sutter, Pascal Janzen

Die Autoren

Die Schüler gehen in die Klasse 4c der Grundschule am Königsberg Wolfstein. Ihre Lehrerin ist Sandra Zinßmeister.

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Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Westricher Rundschau
Ausgabe: Nr.37
Datum: Freitag, den 13. Februar 2009
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '4651718'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

eingestellt : 16.02.2009

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