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Die Buchführung ändert sich ...,

... die Schulden bleiben.



Die Haushalte der 15 Ortsgemeinden sowie der Verbandsgemeinde selbst werden ab diesem Jahr erstmals nach den Grundsätzen der doppelten Buchführung in Konten (kurz Doppik) aufgestellt und ausgeführt. Hierbei werden, ähnlich wie bei privatwirtschaftlichen Betrieben Vermögenswerte bilanziert, abgeschrieben und es wird in Aufwand und Ertrag abgerechnet.

Mit der Einführung der neuen Buchhaltung verabschiedet sich die öffentliche Hand von dem in Mitteleuropa seit rund 250 Jahren bewährten Modell der kameralen Haushaltsführung, bei dem lediglich Einnahmen und Ausgaben, also tatsächliche Zahlungsflüsse im Vordergrund standen.

Für die Eröffnungsbilanz wurde eine Erhebung sämtlichen Vermögens der Gemeinden durchgeführt. Seit zwei Jahren sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und ein ganzer Stab von Hilfskräften nun schon in den Gemeindeeinrichtungen unterwegs, um Teelöffel in Bürgerhäusern, Schläuche bei der Feuerwehr, Puzzles und Brettspiele in Kindergärten und Kehrbesen der Gemeindearbeiter zu zählen sowie deren Anschaffungszeitpunkt und -kosten zu ermitteln.

Es wurden Feldwege und Gemeindestraßen vermessen, Straßenlaternen gezählt, der Wert von Bushäuschen geschätzt und vieles mehr.

Über die Sinnhaltigkeit dieses Tuns kann man geteilter Meinung sein. Das Land als Initiator des Systemwechsels verspricht sich von der Einführung der Doppik wesentliche Verbesserungen. Städte und Gemeinden können wirtschaftlicher handeln, so das Innenministerium. Für Ratsmitglieder ebenso wie für die Bürgerinnen und Bürger werde der Haushalt verständlicher und durchschaubarer.

Die Praxis sieht wohl etwas anders aus: Umfasste der Verbandsgemeindehaushalt in 2007 noch 230 Seiten, so sind es dieses Jahr schon 750 (!). Und dieser Trend setzt sich entsprechend in der Buchhaltung fort. Den größten Vorteil dürften da wohl die Papierindustrie und Hersteller von Aktenordnern haben.

Dass aber Schlaglöcher in Straßen schneller repariert oder kommunale Einrichtungen wie Theater, Schwimmbäder usw. für die Bürger günstiger werden, darf bezweifelt werden. Denn wie man es auch dreht: Die Schulden bleiben ...



Zum Foto:
Der Papierberg wächst: In der Mitte eine Abrechnung aus 2007, links daneben die gleiche Abrechnung für dieses Jahr.

eingestellt : 11.04.2008

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