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Falter rücken Obst auf den Leib

KAISERSLAUTERN: Kleiner Frostspanner gefährdet die Ernte - Tipps vom Experten Manfred Jenet

Die Blätter der Obstbäume sind durchlöchert. Einige sind sogar ganz kahl gefressen, von vielen ist nur noch das Gerippe übrig. Der so genannte Kleine Frostspanner hat sich im Frühling an den Obstbäumen gelabt und so auch im Kreis Kaiserslautern für große Verlust bei den Obstwiesenbesitzern gesorgt.

Bereits im vergangenen Frühjahr seien die ersten nennenswerten Schäden durch die Falter aufgetreten, sagt Manfred Jenet, Vorsitzender der Fördergemeinschaft Streuobst: „Im Herbst konnte man dann die Tiere häufig an Straßenlampen herumschwirren sehen. Da musste man schon mit einem verstärkten Auftreten rechnen."

Der Herbst sei auch der einzige Zeitraum, um aktiv etwas gegen die Tiere unternehmen zu können. „Nur männliche Falter können fliegen, die Weibchen krabbeln im Herbst an den Obstbäumen hoch und legen dort ihre Eier ab", sagt der Experte.

Zur Vorbeugung helfen nur Leimringe, die ganz dicht um den Stamm der Bäume befestigt werden - „aber man muss natürlich auch an den Stützpfahl denken". Die weiblichen Tiere erreichen so die Baumkrone nicht, um ihre 200 bis 300 Eier abzulegen. Sie bleiben auf den Ringen kleben. Für die Bäume selbst seien die Schädlinge meist ungefährlich. „Sie treiben wieder gut aus, aber die Ernte ist natürlich futsch", weiß Jenet.

Bevorzugt sucht der Kleine Frostspanner Apfelbäume und Süßkirschen auf, doch scheint es auch hier Unterschiede zu geben. Manfred Jenet: „Tatsächlich stehen auf der ganzen Streuobstwiese in Kreimbach -Kaulbach, die vom Naturschutzbund Weilerbach bewirtschaftet wird, nur noch wenig be-laubte Apfelbäume. Lediglich der Winterrambur trägt noch alle grünen Blätter." Auch Pfirsiche bleiben vom Frostspanner verschont. Von kahl gefressenen Ästen hängen nun jede Menge Spinnfäden herunter: „Damit haben sich die Raupen von den Bäumen regelrecht abgeseilt." Mittlerweile haben sie sich verpuppt. Im Oktober werden die weiblichen Tiere wieder die Bäumstämme hinauf klettern.

„Das heißt, dass im nächsten Jahr wohl noch mehr Schäden auftreten werden, wenn die Bäume nicht mit Leimringen geschützt werden", befürchtet Jenet. Bis Mitte Oktober aber sollte dies erledigt sein.

Das Auftreten der Frostspanner-Schädlinge bezeichnet der Fachmann aus dem Lautertal in diesem Jahr als „eher mittel schwer". Im kommenden Jahr müsse man dagegen mit wesentlich größeren Schäden rechnen. In etwa drei Jahren werde dann die Population der Frostspanner wieder zurückgehen, schätzt Manfred Jenet: „Etwa alle sieben Jahre, so besagt eine Volksweisheit, tritt diese Plage auf. Die letzten großen Schäden durch den Frostspanner gab es 1998, also genau vor sieben Jahren." (rnk) Stichwort

SCHOEFG2 / SCHOEFG2
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Pfälzische Volkszeitung
Datum: Nr.130
Datum: Mittwoch, den 08. Juni 2005
Seite: Nr.16
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

eingestellt : 09.06.2005

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